Page 112 - Das marktfrische AIDA Kochbuch
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WARenkUnde
hülsenfrüchte
Getrocknete Hülsenfrüchte und frisches Gemüse spielen in der vegetarisch orientierten indischen Küche eine große Rolle. Während Auberginen, Okraschoten oder grüne Mangos häufig mit Gewürzen in einer scharfen Sauce als Curry geschmort werden, sind Hülsenfrüchte als Zutat für Dal-Gerichte unentbehr- lich. Vor allem Linsen, aber auch Kichererbsen und Bohnenkerne, wie die kleinen Urd- oder Mungbohnen, kommen dabei zum Einsatz. Sie sind meist geschält und halbiert, dadurch garen sie schneller und die Kochzeit
verkürzt sich. Zudem beeinflusst die Lagerdauer die Garzeit: Je länger Linsen und Bohnen liegen, desto trockener sind sie und desto länger brauchen sie zum Weichwerden. Hülsenfrüchte sind wertvolle Eiweißlie- feranten. In größerer Auswahl findet man sie bei uns in Asialäden, Reformhäusern und Bioläden. Gewürzt mit Kreuzkümmel, Koriander, Knoblauch, Ingwer und Chili garen indische Dals oft lange und haben eine püreeartige oder suppige Konsistenz. Ist die Kochzeit kürzer, behalten sie Form und einen leichten Biss.
Moong dal
oder Mung dal werden die kleinen, halbierten, geschälten, gelben Samen der Mungbohne genannt.
Toor dal
oder Toovar dal nennt man ge- schälte, halbierte, gelbe Strauch- erbsen. Sie sind geölt und ungeölt im Handel.
Sabut Masoor
Bei den kleinen braunen Linsen han- delt es sich um ungeschälte rote Lin- sen. Sie haben eine längere Garzeit.
Chana dal
sind halbierte, geschälte, helle Kichererbsen. Sie sind kleiner und etwas zarter als gewöhnliche Kichererbsen.
Masoor dal
heißen die geschälten, meist hal- bierten, roten Linsen. Sie werden in der Regel nur kurz gegart und verkochen schnell.
Kala chana
werden die kleinen braunen, ungeschälten, ganzen Kichererbsen in Indien genannt.
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